Die Bildreihe Layers besteht aus Bleistift- und Buntstiftskizzen, entstanden in Aktzeichnungen nach dem Live-Modell auf Transparentpapier. Die einzelnen Blätter werden übereinandergelegt und neu arrangiert. So entstehen vielschichtige Kompositionen, in denen Linien sich überlagern, Körperfragmente sich begegnen und neue Formen entstehen.

Durch dieses Spiel der Schichten rücken bestimmte Bereiche in den Hintergrund, andere treten hervor. Es öffnen sich neue Perspektiven und Bedeutungen – Geschichten, die über die ursprüngliche Skizze hinausgehen.

Das Vernähen der Papiere verstärkt diesen Prozess: Die Fäden halten die Ebenen zusammen, schaffen Strukturen und Verbindungen. Sie machen sichtbar, wie aus Fragmenten, Überlagerungen und Brüchen neue Sinnzusammenhänge entstehen.

layers 23 – Ein Bild über Gesichter & Gesellschaft.
Zeichnungen, Bleistift & Kreide auf (Transparent) Papier – Schicht für Schicht vernäht.
So entstehen Gesichter, die sich überlagern, verschmelzen Un I’m nächsten Moment verändern.
Wie in unserer Gesellschaft. Jede Ebene erzählt eine eigene Geschichte. Je Na Blickwinkel sehen wir etwas Neues, manchmal klar, manchmal verborgen.

Welche Schicht würdest du gerne sichtbar machen?
Aus welchem Blickwinkel betrachtest du dein eigenes Gesicht oder das unserer Gesellschaft?

layers 22 – Bunt- und Bleistiftzeichnung auf Papier, mit Fäden vernäht. Ein Mann und eine Frau verschmelzen zu einer Einheit, verbunden durch Intimität und Zusammengehörigkeit. Ein ziegelförmig gelegter Faden hält sie zusammen – Symbol des gemeinsamen Aufbaus. Zwischen den blauen Fäden sticht ein einzelner roter Stein hervor: ein Kontrast, der Einzigartigkeit und Spannung betont.

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layers 5 – Bleistiftlinien auf Transparentpapier, Schicht um Schicht vernäht. Körper stapeln sich übereinander, bauen aufeinander auf, geben Halt, stützen. Durch all dies zieht sich der rote Faden – wie durch so viele Geschichten, wie durch Leben selbst. Er verbindet die Schichten, hält Fragmente zusammen und macht das Einzelne zum Ganzen.

layers 7 – Verschlungene Körper formen ein Ganzes, entwickeln sich zu einem Kreis, zu einem Ball. Getragen von einem einzelnen Fuß, der das Gleichgewicht hält. Rote Nähte umziehen die Form, grenzen ab und beschützen zugleich – Spuren der Verbundenheit, die halten und bewahren

layers 3 – Eine Skizze auf Transparentpapier, durch Nähte zusammengehalten. Hände strecken sich empor, dem Himmel entgegen – suchend, hoffend. Füße bleiben am Boden, fest verankert, schwer. Gegensätze, die einander brauchen: das Oben und das Unten, Sehnsucht und Halt. Verbunden durch die Fäden, die beides zusammenhalten.

layers 20 – Skizzen überlagern sich, Figuren treten ineinander, reichen sich die Hand. Doch das Spannende liegt nicht in der Berührung selbst, sondern im Zwischenraum der Hände. Ein offener Moment: vielleicht der Augenblick der Verbindung, wenn sich zwei berühren – vielleicht aber auch das Innehalten, das Zögern, das Nicht-geschehen-Lassen. Nähe und Distanz zugleich, eingefangen in einer einzigen Leerstelle.

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layers 17 – Mehrere Körper überlagern sich, lösen sich voneinander und finden doch Halt im Geflecht. 

Wie in der Gesellschaft: getrennt und doch untrennbar verbunden. Einzelne Stimmen, einzelne Existenzen, die in der Nähe des Anderen ihre Spur hinterlassen. Was zusammengehalten wird, zeigt auch Narben. Wo Fäden ziehen, bleiben Spuren. Die Verletzung gehört zum Halt, das Fragment zum Ganzen.

In diesem Spannungsfeld entsteht ein Bild des Miteinanders: nicht nahtlos, nicht heil, sondern offen, verwoben, verwundet – und gerade darin lebendig.

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layers 2 – In diesem Bild steht die Frau im Mittelpunkt. Die Fingerspitze zeigt  auf die Brustwarze – aus ihr wächst die Hand, die sich zugleich zum Fuß verwandelt. „Hand und Fuß“ – Sinnbild für das, was funktioniert, was trägt. So wie unzählige Frauen, die sich dafür einsetzen, dass das Leben zusammenhält, dass es Bestand hat, dass alles Hand und Fuß bekommt.

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layers 11 – Zwei Körper, angedeutet in zarten Linien, treten in einen Dialog. Sie scheinen sich zu durchdringen, ineinander überzugehen, und doch bleibt jeder für sich bestehen – eine eigene Gestalt, eine eigene Wahrheit. Vertrauen liegt in dieser Bewegung, ein stilles Loslassen der Grenzen, ein Annehmen des Anderen.

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